Der Pfeil auch: Dart
Der Klassiker: schmal, schnell und in wenigen Minuten gefaltet. Braucht einen kräftigen Wurf und viel Platz.
- Weite
- Flugzeit
- Tempo
- Kunstflug
Fünf Falze, ein Blatt Papier, keine Schere. Dieser Flieger ist der einfachste, der zuverlässig fliegt: Er segelt langsam, verzeiht einen schiefen Falz und braucht keinen kräftigen Wurf. Genau deshalb gelingt er auch beim ersten Versuch und auch Kindern, die noch nie einen Papierflieger gefaltet haben.
Gut für: den allerersten Flieger, für drinnen und für draußen bei Windstille.
Einfach ist ein Papierflieger nicht dann, wenn er wenige Falze hat, sondern wenn jeder Falz ein klares Ziel hat. Hier ist das eine Kante oder die Mittellinie. Nach Augenmaß geht nur die Breite des Kiels im letzten Schritt, und dort verzeiht der Flieger ein paar Millimeter. Eine Lasche, die man irgendwo hineinstecken muss, gibt es nicht.
Dazu kommt die stumpfe Nase. Die umgeklappte Spitze legt mehrere Papierlagen nach vorne, gerade so viel Gewicht, dass er nicht nach hinten kippt. Und sie macht ihn weniger spitz als den klassischen Pfeil, was zählt, wenn mehrere Kinder im selben Zimmer werfen. Seine Flugeigenschaften und die Physik dahinter stehen beim Gleiter.
Talfalte: nach vorne, zu dir hin falten Bergfalte: nach hinten, von dir weg falten schon vorhandener Falz
Leg das Blatt hochkant vor dich und falte es der Länge nach genau in der Mitte, sodass die beiden langen Kanten aufeinanderliegen. Wieder aufklappen: Der Falz in der Mitte ist ab jetzt deine Hilfslinie.
Nimm die linke obere Ecke und leg sie an die Mittellinie. Die obere Kante des Blattes läuft dann genau am Falz entlang. Festdrücken, danach die rechte Ecke genauso. Oben ist jetzt eine Spitze wie ein Hausdach, und die beiden Ecken stoßen auf der Linie aneinander, ohne sich zu überlappen.
Klapp die ganze Spitze nach unten, und zwar genau dort, wo die beiden Dreiecke unten aufhören. Die Spitze liegt danach auf der Mittellinie und zeigt nach unten. Oben hat das Blatt jetzt eine gerade, dicke Kante: die Nase.
Falte das Blatt an der Mittellinie nach hinten zusammen, sodass alles, was du bisher gefaltet hast, außen liegt. Ab hier zeigt die Zeichnung den Flieger von der Seite.
Klapp den vorderen Flügel nach unten. Unten bleibt ein Streifen von etwa zwei Fingern Breite stehen, daran hältst du den Flieger später. Dann umdrehen und den zweiten Flügel genauso falten, Kante auf Kante mit dem ersten.
Zum Schluss die Flügel aufklappen, bis sie von vorne gesehen fast waagerecht stehen, die Spitzen ganz leicht nach oben. Diese flache V-Form hält den Flieger aufrecht, wenn ihn ein Luftzug zur Seite drückt.
Kein Grund, neu anzufangen. Fast immer genügt ein Handgriff an den Hinterkanten der Flügel, also an der Kante, die beim Fliegen hinten liegt.
Der zweite Schritt ist der einzige, der Genauigkeit verlangt: die Ecke genau an die Mittellinie. Am besten legt das Kind die Ecke hin, ein Erwachsener hält sie dort fest, und das Kind streicht den Falz von der Spitze nach außen glatt. Alles andere schafft es meist allein.
Ein harter Tisch statt des Teppichs, ein scharf nachgezogener Falz statt eines weichen, und am Ende zwei gleich große Flügel: Mehr ist an diesem Flieger nicht zu beachten. Ist ein Falz schief geworden, trotzdem fertig falten und erst beim Fliegen nachbessern. Gerade dieser Flieger nimmt kleine Ungenauigkeiten nicht übel, und ein Kind lernt mehr dabei, wenn es den eigenen Flieger zum Fliegen bringt, als wenn es ein neues Blatt bekommt.
Normales Druckerpapier mit 80 g/m² ist richtig. Buntes oder kariertes Papier geht genauso, und bemalt werden darf der Flieger natürlich auch.
Sitzt der erste Flieger, sind diese drei der natürliche nächste Schritt, sortiert vom leichtesten zum anspruchsvollsten.
Der Klassiker: schmal, schnell und in wenigen Minuten gefaltet. Braucht einen kräftigen Wurf und viel Platz.
Kurz, breit und kopflastig. Richtig geworfen fliegt er einen vollen Looping und kommt fast dorthin zurück, wo er gestartet ist.
Stumpfe Nase, breite Flügel und ein Falz, der alles zusammenklemmt. Der weiteste und stabilste Flieger hier, dafür der anspruchsvollste.
Ein Gleiter mit umgeklappter Nase wie auf dieser Seite. Er braucht fünf Schritte, und jeder Falz läuft an einer Kante oder an der Mittellinie entlang. Der bekannte spitze Pfeil ist kaum schwerer zu falten, verlangt aber einen kräftigen Wurf und sackt weg, sobald er langsam wird. Für den allerersten Flieger ist das die schlechtere Wahl.
Das hängt weniger vom Alter ab als davon, ob es eine Ecke genau an eine Linie legen kann. Das verlangt nur der zweite Schritt. Wer dort die Ecke festhält und den Rest dem Kind überlässt, gibt genau die Hilfe, die gebraucht wird, und nimmt ihm nicht das Falten ab.
Ja. Ein Blatt A5 hat dieselben Seitenverhältnisse wie A4, nur die halbe Fläche, jeder Falz landet also an derselben Stelle. Auch amerikanisches Letter-Papier geht, weil kein Schritt ein bestimmtes Seitenverhältnis voraussetzt. Die Anleitung bleibt in beiden Fällen Schritt für Schritt dieselbe.
Weiter geht es mit allen Anleitungen auf der Übersicht der Papierflieger, mit der Physik des Papierfliegers für die Frage, warum er überhaupt fliegt, und mit den Vorlagen zum Ausdrucken.